„Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann

Sandmann Duesseldorf c Lucie Jansch

Theatergemeinde Düsseldorf

„Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann. Düsseldorfer Schauspielhaus

Ein Junge wächst zum Mann heran und wird im Zuge dessen wahnsinnig – so ließ sich E.T.A. Hoffmanns 1816 erschienene Erzählung „Der Sandmann“ auf den Punkt bringen. Der Vater des kleinen Nathanael, ein heimlicher Alchemist, verunglückt bei einer Explosion tödlich. Der Junge glaubt, das tragische Ereignis müsse mit dem Sandmann in Verbindung stehen, von dem die Mutter oft erzählt: Er streut Kindern, die nicht schlafen wollen, Sand in die Augen, bis diese ihnen blutig aus dem Kopf springen. Im Sinne der „Schwarzen Pädagogik“ dient die grausige Gutenachtgeschichte dazu, das Kind mittels Angst zu kontrollieren – mit unabsehbaren Folgen. In Nathanaels Geist verbindet sich die Fantasiegestalt des Sandmanns mit der Person des grobschlächtigen Advokaten Coppelius, der dem Vater bei seinen nächtlichen Experimenten assistiert.

Robert Wilson Regie; Koproduktion mit Unlimited Performing Arts

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Foto: Lucie Jansch