Kulturtipps der Theatergemeinden

Hamburg

Solidarische Notausgabe

Die aktuelle MAGAZIN-Ausgabe der TheaterGemeinde Hamburg ist eine – wen wundert es – spezielle Ausgabe: Im Monat April bietet die Hamburger TheaterGemeinde keine Vorstellungen an, die stattfinden, sondern nur Vorstellungen, die NICHT stattfinden. Nachdem schon einige der Abonnent*innen ganz individuell mitgeteilt haben, dass sie in großzügiger Weise Ihre Tickets und Rückerstattungen für die abgesagten Veranstaltungen den Theatern spenden wollen, wurde alle Abonnent*innen in Hamburg die Möglichkeit angeboten, Abokarten oder Karten gegen Rechnung den besonders betroffenen Privattheatern zu stiften. Solidarität in Zeiten von Corona!

Metropole Ruhr

Beethoven-Tag in Bonn

Beethoven in allen Konzerthäusern, auf Briefmarken und Tassen – zum 250. Geburtstag des Komponisten ist Beethoven in aller Munde. Zum Jubiläum wurde das Geburtshaus in Bonn neu renoviert und eine umfangreiche Ausstellung in der Bundeskunsthalle konzipiert. Die Theatergemeinde metropole ruhr bietet am 15.320 eine Tagesfahrt nach Bonn an. Die Besichtigung des Beethoven-Hauses wird durch einen Einführungsvortrag und einem kleinen Privatkonzert auf dem Hammerklavier im Musikzimmer eingerahmt. Nach einem Mittagessen in einem Traditionslokal wird die Sonderausstellung „Welt.Bürger.Musik“ in der Bundeskunsthalle besucht. Im Anschluss an die fachkundige Führung haben die Teilnehmer Zeit an den Hörstationen in die Klangwelten einzutauchen und die einzigartigen Originalexponate anzuschauen.

Weitere Informationen auf unserer Homepage www.theatergemeinde-metropole-ruhr.de oder können telefonisch unter 0201/22 22 29 angefordert werden.

Foto: Theatergemeinde Metropole Ruhr

Bonn

ART & EAT: Kunst, Geschichte(n) und Genießen

Bonn hatte schon vor 14.000 Jahren Bewohner und hat eine mehr als 2.000-jährige Stadtgeschichte. Bonn war Residenzstadt und ist seit über 200 Jahren Uni-Stadt. Bonn war Bundeshauptstadt und ist heute deutsches UN-Zentrum. Und alle Zeiten haben ihre Spuren hinterlassen.

Wir haben uns mit dem renommierten Bonn-Kenner Rainer SELmanN zusammengetan und bieten zehn „Entdeckungsspaziergänge“, die den Teilnehmenden Bonn stadtgeschichtlich, kulturell und kulinarisch näher bringen sollen. Jeweils am 2. Freitag im Monat um 16:30 Uhr treffen wir uns in einem anderen Stadtteil, den es zu erkunden gilt. Nach knapp zwei Stunden folgt ein gemütliches Beisammensein mit Essen in einem Stadtteilrestaurant, bei dem das Erfahrene vertieft werden kann.

Aufgrund des großen Erfolges (die ersten 7 Veranstaltungen sind/waren mit jeweils 25 Personen ausverkauft), wird die Reihe auch in der nächsten Spielzeit fortgesetzt. Teilnahme über die Theatergemeinde Bonn.

Foto: Theatergemeinde Bonn

Darmstadt

Lucia di Lammermoor. Von Gaetano Donizetti

Lord Enrico Ashton kennt nur ein Ziel: das Tilgen seiner Schulden zur Rettung des Familienerbes. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen, scheint ihm die Heirat seiner Schwester Lucia mit Lord Bucklaw das einzige Mittel zu sein. In völliger Ignoranz der Gefühle seiner Schwester, die in Edgardo verliebt ist, treibt Enrico die Hochzeit voran. Als sich herausstellt, dass es sich bei Lucias Geliebten um den lang verschollenen, rechtmäßigen Besitzer von Schloss Ravenswood handelt, beschuldigt Enrico Lucia des Verrats. Mittels fingierter Briefe wird Lucia zur Einwilligung in die Ehe mit Lord Bucklaw gezwungen. Edgardo fühlt sich von Lucia betrogen, widerruft sein Heiratsversprechen und flieht. Während Enrico Edgardo nachsetzt, um ihn zum Duell zu fordern, ersticht Lucia in der Hochzeitsnacht ihren Ehemann. Als Edgardo vom Wahn und schließlich vom Tode Lucias erfährt, erdolcht er sich.

Karten über Theaterring Darmstadt

Foto: Staatstheater Darmstadt

Düsseldorf

Dark With Excessive Bright (Uraufführung)

Nach dem großen Erfolg seiner Ballett am Rhein-Uraufführung „New World“ kehrt der junge Kanadier Robert Binet erneut nach Düsseldorf zurück. „Dark with Excessive Bright“ ist der Titel seines neuen Stücks, hinter dem sich John Miltons legendäres Versepos „Paradise Lost“ über den Sündenfall des Menschen verbirgt. Als musikalische Basis dienen Robert Binet drei Werke der 2019 für einen Grammy Award nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli – Musik, die ihm „Bilder von Weltraum und Spiritualität, mystischer Freiheit und Vollkommenheit“ suggeriert.  „Vespers“ – ein beim Einbruch der Nacht gesungenes Gebet – wird ihm zum „Anfang einer Reise, die uns aus unserem Sonnensystem in ferne Galaxien trägt. Die Materialisierung von Energien wie bei der Entstehung eines Sterns, der aber gleich wieder verglüht, definiert die Dynamik seines Balletts: zunächst strahlend, voller Kraft, dann leise verlöschend.

Karten über die Theatergemeinde Düsseldorf

Foto: Gert Weigelt

Hamburg

Irrwege erfordern Mut

Das Ernst Deutsch Theater in Hamburg hat keinen bequemen Weg beschritten, als sich die Leitung des Hauses entschied, die nächste Produktion „Irrwege“ des Niederländers Haye van der Heyden abzusetzen – mit allen Konsequenzen: Denn das Regiekonzept und die Bühnenkonzeption waren bereits fertig, und die Schauspieler*innen schon in den Proben für dieses Stück. Begründung: Der Autor vertritt rechtspopulistische Positionen, die mit dem Leitbild und Selbstverständnis des Ernst Deutsch Theaters nicht zu vereinbaren sind. Allen Beteiligten war klar, dass diese Entscheidung enorme Mehrarbeit und ein großes Risiko bedeutet. Die TheaterGemeinde Hamburg begrüßt diese klare und mutige Entscheidung des Ernst Deutsch Theaters mit allem Nachdruck! Wir wünschen dem gesamten Theater eine intensive und erfolgreiche Zeit mit dem neuen Stück „Dinge, die ich sicher weiß“ von Andrew Bovell, das im Januar 2020 Premiere feiern wird.

Karten über die TheaterGemeinde Hamburg

Foto: Timmo Schreiber