Kulturtipps der Theatergemeinden

Wiesbaden

Faust 1 – White Boxx. Von Johann Wolfgang von Goethe

Goethes »Faust« mit nur vier Schauspielern? Und das alles in einem klar definierten, weißen Einheitsraum? In einer »White Boxx« eben. JUST – das Junge Staatstheater bringt die unkonventionelle Klassiker-Adaption auf die Bühne. Am 07. Februar hat die Theatergemeinde Wiesbaden e.V. eine Vorstellung nur für ihre Mitglieder reserviert.

„Faust“, eines der bedeutendsten und meistzitierten Werk der deutschen Literatur: „Der Tragödie erster Teil«. Regisseur und Schauspieler Tom Gerber hat hierfür eine sehr spannende und dem heutigen Zeitgeist entsprechende Fassung erarbeitet, die er mit drei weiteren Schauspieler-Kollegen des Hessischen Staatstheaters auf der Studio-Bühne zum Leben erweckt. Karten gibt es über die Theatergemeinde Wiesbaden.

Foto: Andreas Etter

München

Kulturfahrt nach Island

Bei den mehrtägigen Fahrten der Theatergemeinde München lernen Sie die schönsten Regionen Europas kennen und erleben Kunst und Kultur auf besonders angenehme Art und Weise. Neben professionell organisierten Besichtigungstouren und Ausflügen erwarten Sie ausgewählte Kulturveranstaltungen. Eine der nächsten Höhepunkte wird die Kulturfahrt nach Island vom 2.-7. Juni 2018 sein. Das Programm sieht vor: Besichtigung der Hauptstadt Reykjavík mit großer Stadtführung und Rundfahrt. Fahrten zu den geschichtlich interessanten Walfjordes, zu den Lavawasserfälle Hraunfossar und der größten Heißwasserquelle Europas, Deildartunguhver. Weiter die Besichtigung von landschaftlichen Besonderheiten, wie der „blauen Lagune“. Neben Restaurantbesuchen in typisch isländischen Lokalen sind auch zwei Konzertkarten für das Reykjavík Arts Festival inkludiert. Nähere Informationen zur Fahrt und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Foto: Iurie Belegurschi

Metropole Ruhr

Zauberhafte Geschenke voller Kultur

Die Theatergemeinde metropole ruhr hat aus ihrem umfangreichen Angebot neun verschiedene Geschenkabonnements zusammengestellt. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei: Oper, Ballett, Konzert oder Schauspiel – Abonnements mit festen Vorstellungen oder ein Wahlabonnement sowie ein Abonnement für Familien. Hier findet sicherlich jeder das passende Geschenk für alle, die ihm am Herzen liegen – ohne Hektik und Einkaufsstress!

Die Kurzabonnements eignen sich selbstverständlich auch dafür, den Service der Theatergemeinde selbst zu testen. So kann sich jeder auch selbst eine Freude machen.

Erstmalig bieten wir ein kleines Ruhrgebietsabonnement „Theater metropole ruhr“ an: Vier Theater in vier Städten – die beste Art, das abwechslungsreiche Kulturangebot unserer Region kennenzulernen.

Weitere Informationen auf unserer Internetseite oder telefonisch unter 0201/22 22 29

Foto: Theatergemeinde metropole ruhr

Hamburg

„Begegnungen“ im HAMBURGER SPRECHWERK

„Ich muss dir mal einen Ort in Hamburg zeigen, der wirklich besonders ist!“ Mit dieser vielversprechenden Äußerung begann die Geschichte des Hamburger Sprechwerks. Denn die ehemalige Speditionshalle auf einem Hinterhof war eine Schule für Veranstaltungstechniker*innen mit allem Pipapo. Was zum vollständigen Glück fehlte, war Theaterkunst. Und die gibt es heute im Hamburger Sprechwerk zuhauf! Die Intendantin Konstanze Ullmer stellte an dem „Abend der Begegnung“ der TheaterGemeinde Hamburg die Vielseitigkeit Ihres Theaters vor: Mit Ausschnitten aus der aktuellen Produktion „touched“, Kostproben der Impro-Theatergruppe „Die Zuckerschweine“, Einblicken von Turid Müller in ihr Leben als „Teilzeitrebellin“ und der Choreografie „Das Rauschen“, getanzt von Schüler*innen der Contemporary Dance School Hamburg. Die Abonnent*innen der TheaterGemeinde Hamburg applaudierten begeistert.

Foto: Martin Bieling

München

Die fünfte Jahreszeit

In München sind wir nicht gerade berühmt für unsere Begeisterung an der fünften Jahreszeit. Eine Ausnahme aber gibt es: Das Faschingskonzert der Theatergemeinde. Was vor Jahrzehnten mit beschwingten Melodien und heiteren Moderatoren der zurückhaltend-gepflegten Art begonnen hat, ist zu einem heiß erwarteten Höhepunkt unserer TheaGe-Veranstaltungen geworden: Welche Gruppe, welche Künstler würden diesmal für den Lacherfolg der Saison sorgen? Die Cubaboarischen waren schon da, oder Gerhard Polt und die Wellbrüder, und jetzt dann, am 27. Januar 2018, erwarten wir Mnozil Brass. Die Blechbläser aus Wien kommen und verwandeln das Prinzregententheater in einen Affenzirkus aus Musik und Humor. „Cirque“ heißt das neue Programm des schrägsten Männer-Bläserseptetts der Welt. Kommen Sie! Staunen Sie! Lachen Sie!

Tickets gibt es bei der Theatergemeinde München. Teilen Sie uns Ihren Kartenwunsch gerne unter 089/53297 – 122 bzw.  lindner@theage-muenchen.de mit.

 

Foto: Daniela Matejschek

Ludwigshafen

„Die Geburtstagsfeier“ von Harold Pinter

Am 2. und 3. Dezember 2017 gastiert im Ludwigshafener „Theater im Pfalzbau“ die von Andrea Breth inszenierte Produktion „Die Geburtstagsfeier“, eine Koproduktion von Burgtheater Wien und Salzburger Festspielen. Zum Stück: In einer Strandpension lebt seit Jahren der etwas heruntergekommene Stanley, liebevoll umsorgt von den alten Besitzern des Hauses. Als in dieses merkwürdige Idyll zwei Fremde hereinplatzen, ändert sich das Klima im Haus sofort. Stanleys Identität wird in Frage gestellt, Kreuzverhöre und absurde Anschuldigungen schaffen eine Atmosphäre des Schreckens. Bei einer Geburtstagsfeier für Stanley eskaliert die Situation. Die bizarre Komödie Die Geburtstagsfeier erzählt viel über die Zwänge, Ängste und Unsicherheiten der bürgerlichen Gesellschaft. Regisseurin Andrea Breth lotet mit ihrem starken Ensemble die Abgründe der Pinter‘schen Figuren gekonnt aus.

Karten über die Theatergemeinde Ludwigshafen

Foto: Bernd Uhlig

Bonn

Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen. (Bis 11.03.18)

2014 verstarb der Kunstsammler Cornelius Gurlitt und hinterließ eine mehr als 1.500 Werke umfassende Kunstsammlung, die während der Zeit des Nationalsozialismus, von seinem Vater, dem Kunsthändler Hildebrand Gurlitt im Auftrag des Regimes zusammengetragen wurde. Heute ist die Sammlung im Besitz des Kunstmuseums Bern, das zeitgleich mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn je eine Werkauswahl präsentiert.

Die Ausstellung in Bonn umfasst 250 hochrangige Werke, die verfolgungsbedingt entzogen wurden, bzw. Werke, deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Zudem werden die historischen Geschehnisse des Kunstraubs verdeutlicht und einige der verfolgten Kunstsammler vorgestellt. Auch viele bis heute ungeklärte Fragen, nicht zuletzt zum Thema Rückgabe bzw. Restitution, werden erläutert.

Die Theatergemeinde Bonn bietet am 20.01.18 und am 17.02.18 Führungen an.

Foto: David Ertl

Cottbus

Beeindruckender „Onkel Wanja“

Am 4. November hatte am Staatstheater Cottbus Anton Tschechows „Onkel Wanja“ Premiere. Dazu erschien am folgenden Tag in nachtkritik.de von Frank Starke ein hier stark gekürzter Beitrag. Es handelt sich um die erste Regiearbeit des neuen Schauspieldirektors Jo Fabian mit Cottbuser Schauspielern, die von den Theaterenthusiasten mit großer Spannung erwartet wurde.

„Man klammert sich dabei nicht an den Text, sondern spielt vielmehr ein Nachdenken über das Stück, mit einer überaus vitalen, frischen, mal ironischen, mal witzigen Sicht auf die Vorlage und ihre Figuren. (…) Dabei findet Fabian beeindruckende Lösungen, um die Langeweile, den Leerlauf auf dem alten Gut in den Weiten Russlands greifbar zu machen. (…) Am Ende viel Beifall für eine bemerkenswert-lustvolle Inszenierung mit einer Wundertüte voller szenischer Einfälle.“

Karten sind erhältlich über die Theatergemeinde Cottbus.

Foto: Marlies Kross

KARLSRUHE

Reise der Kunst-und Theatergemeinde nach Trier

Übernachtung im Hotel Park Plaza**** in Trier.

Die Fahrt geht am Donnerstag, 10.05.2018, über Saarbrücken mit Besichtigung der dortigen ev. Barockkirche, der Ludwigskirche, nach Trier. Am Nachmittag gibt es eine erste Orientierung bei einer Stadtführung durch Trier mit Besichtigung des Trierer Doms. Am Freitag steht eine Führung durch das Karl-Marx-Haus zu dessen 200. Geburtstag auf dem Programm. Am Nachmittag werden wir durch den Simeon Stift und das Rheinischen Landesmuseum geführt. Am Abend geht’s dann zum gemeinsamen Theaterbesuch im Theater Trier. Dort wird die „Dreigroschenoper“ aufgeführt. Am Samstag, 12.05.2018, fahren wir über Luxemburg und genießen dort eine interessante Stadtführung.; anschließend geht es ins schöne Moseltal und wieder zurück nach Karlsruhe.

Preis pro Person im DZ 450,00 € und im EZ 536,00 €, Anmeldung möglich über unsere Homepage http://www.kunst-und-theatergemeinde.de

Foto: Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe

Berlin

„Roma Armee“ im Maxim Gorki Theater

„Roma Armee“ heißt die neue Inszenierung der israelischen Regisseurin Yael Ronen, die sich wie keine zweite darauf versteht, Stereotype, Vorurteile und Zuschreibungen so lustvoll zu überdrehen, dass sie in entkrampfender Ironie implodieren. Zumal die aus ganz Europa zusammengekommenen Roma und Romnija, die bei Ronen eingangs in Laufstegmanier und im prächtig queeren Lack- und Leder-Outfit über die Bühne (Heike Schuppelius) paradieren, sowieso in keine Schublade passen. Lindy Larsson stellt sie vor, als Aktivistinnen und Feministinnen, Veganerinnen und Allergikerinnen, als Lesben oder Mütter. Lustig, wenn Ateşҫi beklagt, dass er als türkischstämmiger Schwuler eigentlich zu Mainstream für die Produktion sei. Freilich, Ronen wäre nicht Ronen, wenn sie von einer seit Jahrhunderten ausgegrenzten, verfolgten Minderheit nur auf der Spaßebene erzählen würde. Aber bevor die große Betroffenheit ausgreifen kann, wird auch diese biografisch grundierte Leiderfahrung wieder ironisch gebrochen…

Karten sind erhältlich über die TheaterGemeinde Berlin.